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Wie reagiert man am besten auf eine Absage? 3 Tipps und ein Musterschreiben

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Sie haben viel in Ihre Bewerbung investiert – und doch flattert nun eine Absage in Ihren Posteingang. So reagieren Sie richtig: 3 Tipps und ein Musterbrief.

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Warum Sie auf eine Absage reagieren sollten

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Zeit, Hoffnung, Energie: Sie haben sich bei der Bewerbung richtig Mühe gegeben und dennoch eine Absage erhalten. Das ist frustrierend und macht sicherlich keine Lust, auch noch darauf zu reagieren. Das verstehe ich gut. Und trotzdem sollten Sie es unbedingt tun.

Warum? Ganz einfach: Sie bleiben besser im Gedächtnis. Sie zeigen, dass Sie auch mit negativen Antworten oder Kritik gut umgehen können. Und: Sie heben sich von allen anderen Bewerbenden ab.

«Wissen Sie, wie viele Dankesschreiben ich auf Absagen in 10 Jahren HR erhalten habe? Es sind genau 3. Und an diese erinnere ich mich noch heute.»


Was ich Ihnen damit sagen möchte: Praktisch niemand reagiert auf eine Absage. Und wenn doch, dann wird nur nach dem Absagegrund gefragt. Diesen zu nennen, ist für das HR recht heikel – und manchmal aufgrund der vielen Bewerbungen schlicht unmöglich.

Wie können Sie es also anders machen? Die Antwort ist ganz einfach: Bedanken Sie sich! Die folgenden 3 Tipps und das Musterschreiben zeigen Ihnen, wie das gehen kann.

3 Tipps, wie Sie auf eine Absage reagieren sollten

1. E-Mail oder Anruf?

Ein Anruf ist sicher persönlicher und das Gespräch kann durchaus spannend gestaltet werden. Den meisten HR-Leuten fehlt aber einfach eines: Zeit. Und da ein Anruf nun mal länger dauert, als sich einen kurzen Text durchzulesen, ist meine Empfehlung klar: Reagieren Sie mit einer E-Mail auf die Absage.

2. Zu welchem Zeitpunkt?

Innerhalb von ein bis zwei Tagen nach der Absage sollten Sie darauf reagieren. Was später ist, wird vielleicht nicht mehr mit Ihnen in Verbindung gebracht.

3. Was schreiben?

Eine Idee liefert sicher das Musterschreiben, das gleich folgt. Allerdings rate ich Ihnen ab, es Wort für Wort zu übernehmen. Finden Sie lieber Ihre eigenen Formulierungen und passen Sie das Dankesschreiben dem Job und der Absage an.

Denn: Auch das HR liest solche Artikel wie diesen.

GUT ZU WISSEN

Richtig auf eine Absage zu reagieren, ist eine Chance. Sie bringen sich nochmals in Erinnerung und können Ihr Interesse an der Firma bekräftigen. Und mit etwas Glück wird Ihre Bewerbung pendent gehalten. Für zukünftige Stellen.

Musterschreiben als Reaktion auf eine Absage

Aufgepasst: Wenn Sie auf eine Absage reagieren, sollte das nicht wie Werbung für Sie klingen. Ein schönes DANKE genügt. Und der Hinweis, dass Sie weiterhin an einer Stelle bei der Firma interessiert sind. Zum Beispiel so:

Guten Tag Frau (Name)

«Leider nein», das habe ich beim Lesen Ihrer Absage gedacht. Schade, hat es mit der (Stellenbezeichnung) nicht geklappt. Ich hätte mir ein Miteinander gut vorstellen können.

Nichtsdestotrotz bin ich dankbar. Der Rekrutierungsprozess hat viel in mir geweckt: Neugier, Tatendrang, Entschlossenheit. Dafür ein herzliches Dankeschön – auch für Ihre Zeit und Ihren Einsatz.

Und ich gebe noch nicht ganz auf: Vielleicht mögen Sie mein Profil ja im Hinterkopf behalten? Und meine Unterlagen bei sich abspeichern? Das wäre prima – vielen Dank!

Freundlich grüsst Sie

(Signatur, unbedingt mit Kontaktangaben)

WICHTIG

Übernehmen Sie das Musterschreiben nicht wörtlich, sondern passen Sie es an Ihre Situation und Ihren Schreibstil an. Auch wichtig: Wenn Sie bereits in einem Vorstellungsgespräch waren, dürfen Sie ruhig etwas ausführlicher schreiben und sich auch dafür bedanken.

Kleines Fazit

Auf eine Absage zu reagieren, kommt gut an. Und es ist eine Chance. Nutzen Sie sie und heben Sie sich von Ihren Mitbewerbenden ab. Ich wünsche gutes Gelingen!

Absagen vorbeugen?

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Andrea Kern

Bewerbungscoach, Texterin, HR-Profi

Ich liebe Bewerbungen und würde mich am liebsten jeden Tag selbst bewerben. Aus dieser Begeisterung ist eine spezielle Bewerbungsmethode entstanden, die wunderbar funktioniert. Erfahren Sie mehr unter wortundstil.ch.

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