Stelleninserate

5 Schreib-Tipps für gelungene Stelleninserate

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Sie möchten mit Ihrem Stelleninserat die richtigen Kandidatinnen und Kandidaten anziehen? Und positiv auffallen? Mit diesen 5 Schreib-Tipps gelingt der erste Eindruck.

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Warum es sich lohnt, gute Stelleninserate zu schreiben

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Texte wirken. Auch im Stelleninserat. Sie sind das erste, was eine stellensuchende Person sieht. Entsprechend macht sie sich darüber ein erstes Bild von der Firma und der vakanten Stelle.

Mit einem frischen, modernen und sympathischen Text kann sich ein Arbeitgeber also ein Gesicht verleihen – und etwas für sein Image tun. Nicht zuletzt erhöht ein gelungenes Stelleninserat natürlich die Chancen, einen passenden Mitarbeiter, eine passende Mitarbeiterin zu finden.

Allerdings: Es braucht schon ein wenig Übung, um textlich einen Unterschied zu machen. Darum finden Sie hier 5 Schreib-Tipps, die Ihnen weiterhelfen:

1. Tipp: Richtiger Jobtitel

Ist Ihnen auch schon mal ein richtig kreativer Jobtitel aufgefallen? Hier einige Beispiele, die ich in den letzten Jahren angetroffen habe (echt wahr):

  • Die beste Pflegefachfrau der Welt
  • Senior Interaction Designer
  • 007 des Verkaufs
  • Wortgewandte Wildsau


Es gibt natürlich noch viele weitere Beispiele. Was ich damit sagen will: Niemand sucht nach einem «007 des Verkaufs». Auch hat mir bisher noch keiner erklären können, was ein «Senior Interaction Designer» ist. Und seien wir ehrlich: Wer möchte schon als «Wildsau» bezeichnet werden?

«Ein gelungenes Stelleninserat steht und fällt mit dem richtigen Jobtitel. Und richtig ist, wonach die Menschen suchen.»


Machen wir ein Beispiel: Mal angenommen, Sie suchen jemanden für Ihre HR-Abteilung. Dann lohnt es sich, zu recherchieren, wonach potentielle Kandidatinnen und Kandidaten suchen: Ist es «HR-Fachfrau/HR-Fachmann» oder «Personalfachfrau/Personalfachmann»? Oder doch lieber «HR-Fachperson»?

Antworten geben sogenannte Keyword-Tools wie beispielsweise Google Trends. Gibt man hier die unterschiedlichen Suchbegriffe und seine Region ein, so zeigt der Vergleich, welcher Begriff wie oft gesucht wird.

ZUSAMMENGEFASST

Bleiben Sie beim Jobtitel bei den gängigen Funktionsbezeichnungen und versuchen Sie nicht, sich hier kreativ auszutoben. Die Stellensuchenden werden es Ihnen danken.

2. Tipp: Konkret sein

Eine kurze Frage: Wie gross ist eigentlich ein «kleines Team»? Sind das 3 Mitarbeitende? Oder 7 Personen? Oder doch 13? Sie wissen es nicht? Ich auch nicht. Allerdings sehe ich in Stelleninseraten immer wieder solche ungenauen Beschreibungen.

Fakt ist aber: Stellensuchende mögen konkrete Angaben. Warum? Präzise Angaben helfen ihnen, sich etwas unter der Stelle vorzustellen. Versetzen Sie sich darum möglichst in die Lage der Kandidatinnen und Kandidaten und fragen Sie sich: Welche Angaben werden benötigt, damit die Stelle richtig eingeschätzt werden kann?

Zum Beispiel

Sie führen ein kleines, überschaubares Team.

Sie führen ein Team mit vier Mitarbeitenden – fachlich und personell.

Oder auch

Sie erledigen diverse administrative und organisatorische Aufgaben.

Sie organisieren Events wie «De schnellste Zürcher» und führen das Protokoll bei den monatlichen Teamsitzungen.

Als Assistentin, Assistent führen Sie die Agenda und organisieren Events für bis zu 200 Gäste.

Nicht selber texten?

Keine Zeit, keine Lust oder keine Idee? Ich übernehme liebend gerne die Schreibarbeit für Ihre Stelleninserate.

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3. Tipp: Verben statt Nomen

Nominalisierungen wie «Terminvereinbarung», «Selbstverständlichkeit» oder auch «Verantwortungsbewusstsein» sind für den Leser, die Leserin schwer verständlich. Verben hingegen beleben den Text und sprechen direkt an.

Ein Beispiel

Sie sind für die Beratung und Betreuung der Kunden zuständig.

Sie beraten und betreuen Ihre Kunden – telefonisch und vor Ort.

4. Tipp: Weg mit Selbstverständlichem

Und nun sind wir beim Kern der Sache. Oder bei der Erklärung, warum sich viele Stelleninserate so sehr ähneln. Die Antwort ist: 9 von 10 Stelleninseraten sind voll mit Floskeln.

Gerade bei den Anforderungen lese ich immer wieder Ausdrücke wie «Teamfähigkeit», «Selbstständigkeit», «Flexibilität», «dienstleistungsorientiertes Arbeiten» etc.

Hier lohnt es sich speziell, sich ein paar Gedanken zu machen: Welche Anforderungen sind wirklich zwingend? Was braucht der Kandidat, die Kandidatin, damit es passt?

Ein Beispiel

Sie sind selbstständig, teamfähig und flexibel und zeichnen sich durch eine hohe Belastbarkeit aus.

Sie können sich Namen und Gesichter gut merken und geben unseren Gästen so ein besonderes Gefühl von Willkommensein.

Sie wissen, worauf es im Umgang mit Gästen aus Fernost ankommt und kennen die wichtigsten Knigge-Regeln.

Einladungsschreiben an Vorstandsmitglieder, Korrespondenz an Ämter und Behörden, Medienmitteilungen: Sie sind gewandt darin, sich schriftlich auszudrücken.

5. Tipp: Stelle attraktiv machen

Auch hier gilt: Sich in ungenauen Angaben zu verlieren, ist wenig zielführend. Vielmehr geht es darum, die Benefits oder Besonderheiten der Stelle oder der Firma hervorzuheben.

Ein Beispiel

Wir bieten Ihnen attraktive Rahmenbedingungen und eine spannende Tätigkeit in einem innovativen Unternehmen.

Bei uns erwartet Sie ein Einzelbüro mit Sitz-/Stehtisch, ein Sportzentrum in Gehdistanz und die Möglichkeit für Homeoffice.

Wir sagen alle einander Du, leben flache Hierarchien und treffen uns auch mal ausserhalb der Arbeit – zum Dart-Spielen, Bälle-Kicken oder gemütlichen Beisammensein.

Kleines Fazit

Mit frischen Worten fällt Ihr Stelleninserat einfach auf. Und Sie können viel besser beschreiben, was für eine Person Sie für die Stelle suchen. Auch Stellensuchende können bei einem gut getexteten Stelleninserat leichter abschätzen, ob die Stelle für sie passen könnte. Ein schönes Win-Win würde ich sagen.

Nicht selber texten?

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Andrea Kern

Bewerbungscoach, Texterin, HR-Profi

Ich liebe es, mit Texten einen Unterschied zu machen. Besonders im HR-Umfeld. Erfahren Sie mehr unter wortundstil.ch.

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